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Schleswiger Stadtwerke sorgen für schnelles Internet, Telefonie und Fernsehen der Zukunft

Die Verbandsversammlung des Breitbandzweckverbandes der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln hat die Bau- und Betreiberleistungen zur Breitbandversorgung des Verbandsgebietes am 02. November 2016 an die Schleswiger Stadtwerke vergeben. „Damit ist ein weiterer Meilenstein zur zukunftsfähigen Anbindung unseres dünnbesiedelten Raumes an das weltweite Netz gesetzt“, stellte Verbandsvorsteher Hartmut Keinberger stolz fest. Es sei ein anstrengendes und rechtlich sowie technisch herausforderndes Auswahlverfahren gewesen, welches im März 2016 mit einer EU-weiten Aufforderung zur Teilnahme an diesem Wettbewerb begonnen hatte. Von neun Unternehmen, die sich anfänglich interessierten, haben in der „Schlussrunde“ noch fünf ein verbindliches Angebot abgegeben. Neben der Wirtschaftlichkeit der Angebote waren die Leistungsfähigkeit des Netzes, das Marketingkonzept, die Endkundenpreise und -leistungen für Internet, Telefonie und Fernsehen wesentliche Vergabekriterien.

Klar ist, dass entgegen der bisher veröffentlichten Planung nicht 90%, sondern 95% der Haushalte im Verbandsgebiet in den kommenden 3 Jahren eine Anschlussmöglichkeit erhalten sollen, wobei  das mittelfristige Ziel, auch die dann noch verbleibenden 5% Außenbereichshaushalte anschließen zu können, erhalten bleibt. Im jeweiligen Ausbaugebiet gilt es nach wie vor, gemeinsam die Hürde der Mindestanschlussquote von 60% der Haushalte zu nehmen, bevor ein Ausbau gestartet werden kann. Hier gilt, dass sich alle Einwohner auch gegenseitig informieren und motivieren dieses Ziel zu erreichen. Denn, so Amtsdirektor Gunnar Bock: „Das Netz wird über den Zweckverband den Bürgerinnen und Bürgern gehören. Sie selbst können jetzt die Chancen unserer Region erweitern. Die Menschen unserer Dörfer gehören mit zu den Ersten, die im ländlichen Bereich bis ins Haus mit Glasfasern an die digitale Infrastruktur der Zukunft angeschlossen werden können.“

Das erfreulich wirtschaftliche Verhandlungsergebnis in Kombination mit der historischen Zinssituation versetzt den Zweckverband in die Lage, den Ausbau ohne die bereits in Aussicht gestellte Bundesförderung in Höhe von ca. 6,5 Mio. € umzusetzen, so dass auch verschiedene Förderbedingungen entfallen, was wiederum die Umsetzung der Gesamtmaßnahme erleichtert und vor allem beschleunigt. Offensichtlich wurde genau der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung dieses 38 Mio. €-Projektes gewählt.

In Abstimmung mit dem künftigen Betreiber wird es bereits Ende 2016 für die Einwohnerinnen und Einwohner des ersten Teilabschnittes (Güby, Hummelfeld, Fleckeby, Kosel, Windeby und Gammelby) eine Informationsveranstaltung geben. Ein Baubeginn könnte im März 2017 möglich sein. Im Jahr 2018 ist der zweite Teilabschnitt mit den Gemeinden Barkelsby, Loose, Waabs, Damp und Dörphof geplant und im Jahr 2019 sollen die Gemeinden Altenhof, Rieseby, Holzdorf, Thumby, Winnemark, ggf. Karby, Brodersby sowie die Stadt Kappeln erschlossen werden.

Breitbandzweckverband beauftragt Stadtwerke Schleswig mit Netzausbau / Ausbaustart soll im Februar im Südwesten des Amtes starten (Quelle shz, 18.11.2016)

Die Zukunft hat begonnen. Internet, Telefon und Fernsehen via Glasfaserkabel wird in den nächsten drei Jahren die Gemeinden im Amt Schlei-Ostsee und die Stadt Kappeln erschließen. Gestern unterzeichnete der gleichnamige Breitbandzweckverband den Ausbauvertrag mit den Stadtwerken Schleswig. Das Unternehmen hatte als wirtschaftlichster Bieter in einer EU-weiten Ausschreibung des Verbands den Zuschlag erhalten.

Der Verband investiert brutto 37,5 Millionen Euro. Die Stadtwerke werden bis 2019 in drei Bauabschnitten 395 Kilometer Tiefbau vornehmen und dabei 485 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Von den 11 400 Haushalten im Verband wollen die Stadtwerke eine Mindestanschlussqoute von 60 Prozent erreichen. Die Vermarktung für den ersten Ausbauabschnitt im Südwesten des Amtes beginnt in Kürze, der Netzausbau soll im Februar starten. Die Stadtwerke pachten das erstellte Netz vom Verband. Sie liefern 75 Mbit/s Datenübertragung an die Endverbraucher.

„Es ist ein Meilenstein für uns“, sagte Verbandsvorsteher Hartmut Keinberger. Noch vor einem Jahre habe er nicht geglaubt, dass man heute soweit sei. Er sei sehr froh, dass mit den Stadtwerken aus Schleswig ein regionaler Anbieter den Zuschlag unter den zuletzt verbliebenen fünf Bietern erhielt. Zugleich ist er froh, den Bürgern nun ein Netz anbieten zu können, das auf bis zu 1000 Mbit ausbaubar sei, so Keinberger. Angesichts ständig steigender Datenmengen habe das eine große Bedeutung.

Für die Stadtwerke Schleswig ist der Auftrag durch den Verband der bisher größte Vertragsabschluss des Unternehmens, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schoofs. Hinter ihnen liege eine lange und aufwändige Bewerbungsphase, die sie erfreulicherweise für sich entscheiden konnten. Derzeit befindet sich die Breitbandnetzsparte im Wachstum, so Schoofs. In Schleswig betreibt das Unternehmen bereits Kommunikationsnetze, seit wenigen Jahren sind die Stadtwerke auch Dienstleister für den Endverbraucher. Es sei für sie eine klare Geschäftsstrategie, sich in der Region zu engagieren und zu investieren, stellte Schoofs fest. Nun komme es auf die Bürgermeister der Verbandsgemeinden und der Stadt Kappeln an, dass sie Werbung für „ihr Bürgerbreitbandnetz“ machen. „Wir sind ihrer Region sehr verbunden“, warb Schoofs für eine gute Zusammenarbeit. Die Stadtwerke werden ihre Kommunikationssparte personell deutlich verstärken. Schoofs sprach von 20 zusätzlichen Mitarbeitern. Erreichbar sind die Mitarbeiter in zwei Kundencentern in Schleswig und Kappeln. Informationen erhalten Bürger auch unter Tel. 04621/801 0.

Der Ausbau soll nach bisherigem Stand im Februar im Südwesten in den Gemeinden Güby, Hummelfeld, Fleckeby, Kosel, Windeby und Gammelby beginnen. In 2018 folgen die Gemeinden an der Ostsee, von Barkelsby bis Dörphof. In 2019 kommen die Gemeinden an der Schlei von Rieseby bis hoch nach Kappeln an die Reihe. Außerdem die Gemeinde Altenhof. Während des Ausbaus werden 95 Prozent aller Anwohner in den Straßen potenziell erreicht.

Die Stadtwerke werden noch vor Weihnachten mit dem Marketing beginnen. Der Anschluss direkt an das Glasfaserkabel ist für alle Haushalte in der Phase des Ausbaus kostenlos. Wer später anschließen will, muss für den Hausanschluss separat zahlen.
Die Bürgermeister der Gemeinden würdigten den Vertragsabschluss mit einem Empfang und kündigten an, in Kürze mit der Information für das Breitbandnetz zu beginnen. (Quelle shz, 18.11.2016)

Zweckverband erhält Förderbescheid über knapp 4,4 Mio. €

Der Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur, Alexander Dobrindt, hat Verbandsvorsteher Hartmut Keinberger, seiner 2. Stellvertreterin Ursula Schwarzer, Amtsdirektor Gunnar Bock und Planer Jan Schmöckel in Begleitung von Dr. Johann Wadephul, MdB, einen Förderbescheid für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur im Gebiet des Amtes Schlei-Ostsee in Höhe von 4.379.558,00 € übergeben. Diese Förderzusage, die als eine der ersten bundesweit vergeben wurde, beflügelt das Gesamtprojekt mit Kosten in Höhe von insgesamt 21,48 Mio. € netto, wobei Verbandsvorsteher Keinberger die Fahrt nach Berlin noch dazu genutzt hat, einen weiteren Förderantrag in Höhe von 1,73 Mio. € zum Ausbau der Außenbereiche der Stadt Kappeln im Ministerium abzugeben.

Nachdem Hartmut Keinberger dem Minister während der feierlichen Zeremonie die genaue örtliche Lage des Breitbandzweckverbandes (hinter der Rader Hochbrücke) erklären durfte und Ursula Schwarzer die Bedeutung für die Region hervorgehoben hatte, bedankte sich der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises, Dr. Wadephul, für die unbürokratische Hilfestellung durch das Ministerium.

Mit der Förderung kann die ursprünglich angedachte „Mindestteilnehmerquote“ von 60% der Haushalte im Amtsgebiet Schlei-Ostsee auf realistische 50% gesenkt werden, während in Kappeln voraussichtlich 37% ausreichen. Außerdem wird eine großflächige Erschließung auch der Außenbereiche wahrscheinlich.

Der Breitbandzweckverband sucht jetzt nach einem Betreiber und Erbauer des Netzes. Mit einer Beauftragung ist in dem formellen europaweiten Auswahlverfahren nicht vor Ende 2016 zu rechnen. Ein Baubeginn wird witterungsabhängig Anfang 2017 erhofft.

Gunnar Bock

Zusage über Zuschuss zu den Baukosten wird zeitnah erwartet

Der Breitbandzweckverband der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln zählt bundesweit zu den ersten, die einen Bundeszuschuss aus dem 2,1 Milliarden schweren Fördertopf von Infrastrukturminister Dobrindt beantragt hat. Für die Verlegung eines Glasfasernetzes in jedes Haus werden Kosten in Höhe von ca. 21 Mio. € erwartet. Die Gewährung des beantragten Zuschusses von 4,4 Mio. € würde eine Realisierung des Vorhabens beflügeln bzw. ermöglichen. Die Zusage wird noch im März erhofft. Sodann kann auch die Suche nach einem künftigen Betreiber des Netzes durch eine europaweite Ausschreibung gestartet werden, die im Jahr 2016 abgeschlossen werden soll, damit 2017 die Bagger rollen können.

Förderzusage für Breitbandausbau vom Bundesminister erhalten

Bundesminister Alexander Dobrindt hat heute die ersten Förderbescheide für Mittel aus dem milliardenschweren Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau übergeben. Damit erhalten die ersten 31 Kommunen und Landkreise mit unterversorgten Gebieten bis zu 50.000 Euro. Mit dem Geld können sie Ausbauprojekte für schnelles Internet planen und Antragsunterlagen für eine Bundesförderung dieser Projekte erstellen. In einem zweiten Schritt vergibt das BMVI jeweils bis zu 15 Millionen Euro, um die Umsetzung von Ausbauprojekten zu fördern.

Dobrindt:
Das Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau ist schon jetzt ein Erfolg: Das Angebot wird gut angenommen und die Anträge werden schnell und unbürokratisch bearbeitet. Insgesamt nehmen wir 2,7 Milliarden Euro an Fördergeldern in die Hand, um ganz Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen. Wir machen allen Kommunen und Landkreisen ein Angebot, das Bundesprogramm zu nutzen, damit es bis 2018 auf der Landkarte keine weißen Flecken mehr gibt.

Seit dem 18. November können Kommunen und Landkreise Förderanträge für ihre Ausbauprojekte stellen. Damit sollen unterversorgte Gebiete einen Netzzugang von mindestens 50 Mbit pro Sekunde erhalten. Die Anträge können unter www.breitbandausschreibungen.de eingereicht werden.

Seit dem Start des Programms haben sich mehr als 60 Kommunen und Landkreise um eine Förderung beworben. Täglich kommen neue Anträge hinzu. Mehr als die Hälfte der Anträge konnte bereits positiv beschieden werden.

Mit dem Bundesförderprogramm wird der Netzausbau technologieneutral gefördert. Der Fördersatz beträgt 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen z. B. der Länder kombinierbar ist, kann der Eigenanteil der Kommunen bis auf 10 Prozent reduziert werden.

Weitere Informationen unter: www.bmvi.de/breitband